Frauen-Bibliothek

Mit den Jahren haben sich bei uns einige Bücher angesammelt. Wir möchten Ihnen gerne einige davon kostenlos zur Ausleihe anbieten.

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Die Frauenzentrale Appenzell Ausserrhoden 1929- 2004
Jolanda Spirig

Als die Landsgemeinde heilig und das Frauenstimmrecht tabu war

Bubenhosen nähen, Militärsocken stricken, vor der Schnapsgefahr warnen, Flick- und Kochkurse organisieren: Der 1929 gegründeten Frauenzentrale Appenzell Ausserrhoden standen die Frauenpflichten näher als die Frauenrechte. Noch ging die Liebe des Mannes durch den Magen, und dieser wollte auch in den Krisenjahren gefüllt sein. Im Zweiten Weltkrieg banden die Behörden die Frauenzentrale eng in die kriegswirtschaftliche Organisation ein. Besonders eindrücklich zeigte sich die militärische Einbindung am Engagement der Gründungspräsidentin Clara Nef im Gesinnungskader der Schweizer Armee. Die geistige Landesverteidigung war ihre Passion.

Für den bürgerlichen Frauendachverband waren die Landsgemeinde heilig und das Frauenstimmrecht tabu. Inzwischen fällt das politische Engagement leichter. 75 Jahre nach ihrer Gründung stehen bei der Frauenzentrale nicht mehr die Frauenpflichten im Vordergrund, sondern die Weiterbildung der Frauen und deren Engagement in der Öffentlichkeit.

Die Schrift zum 75-Jahr-Jubiläum der Frauenzentrale hebt handgeschriebene Protokolle und vergilbte Zeitungsausschnitte an Licht, zeigt Entwicklungen auf und läst die Präsidentinnen, die Landfrauen und einer der letzten Militärsocken-Strickerinnen zu Wort kommen. Ein vergnüglicher, leicht lesbarer geschichtlicher Rückblick.

Laure Wyss (1913―2002) führte ein Leben, das in der Schweiz der 1950er- und 1960er-Jahren nicht vorgesehen war: Sie erzog allein ein Kind und arbeitete als Journalistin. Sie wehrte sich gegen die Benachteiligung als unverheiratete Mutter und kämpfte als Journalistin für Selbstbestimmung und Gleichberechtigung.

Sie wuchs in Biel auf, heiratete jung um fortzukommen. Während des Zweiten Weltkriegs lebte sie in Stockholm und Davos und übersetzte Widerstandsschriften der Bekennenden Kirche. Nach Kriegsende die Scheidung, eine neue Liebe und die Geburt ihres Sohnes.

Beruflich entwickelte sie sich zu einer Medienpionierin. Sie begründete 1970 das legendäre «Tages-Anzeiger Magazin» mit. Das Wochenendmagazin, das erste seiner Art im deutschsprachigen Raum, war ein publizistischer Wurf: kritisch, schillernd und anspruchsvoll. Texte von Heinrich Böll, Oriana Fallaci, Susan Sonntag und von jungen Schweizer Autoren wie Jürg Federspiel, Hugo Loetscher oder Niklaus Meienberg erschienen hier.

Laure Wyss verlangte sich ständige Selbstbefragung ab, genaue Beobachtung der herrschenden Verhältnisse und einen sorgfältigen Umgang mit Sprache. Wie der zwei Jahre ältere Max Frisch wurde sie für die nachrückende Generation zur moralischen Instanz. Für Frauen war sie ein Vorbild zu einer Zeit, als die Schweizerinnen noch kein politisches Stimmrecht besassen.

Das bekannteste literarische Werk von Laure Wyss ist die autobiografische Erzählung «Mutters Geburtstag» (1978) über das Alleinerziehen in der Schweiz. Ihre Protokolle «Frauen erzählen» (1976) sind das schweizerische Gegenstück zu den Protokollen aus der BRD und DDR von Erika Runge, Maxie Wander und Sarah Kirsch. Im hohen Alter schrieb Laure Wyss auch Gedichte.

Dieses Buch ist für Frauen, die es selbstverständlich finden, dass Hausarbeit geteilt wird, dass Frauen auch promisk leben dürfen, dass sie Führungspositionen einnehmen, dass sich Mutterschaft verbinden lassen muss mit Arbeit, dass Heiraten nicht das höchste Ziel im Leben ist, dass die Frau auch mal den Mann einlädt im Restaurant. Und die völlig baff sind, wenn sie merken, dass die Welt noch nicht soweit ist wie sie.

Hindernislauf zum Frauenstimmrecht in der Schweiz

Dieses Buch von Lotti Ruckstuhl, das sie mit Unterstützung von Lydia Benz-Burger verfasst hat, ist ein Standardwerk zur Frauenstimmrechtsfrage in der Schweiz. Verknüpft mit der Geschichte des Schweizerischen Verbandes für Frauenstimmrecht (gegründet im Jahr 1909) zeigt das Werk die vielfältigen und beharrlichen Einsätze für das Frauenstimmrecht auf eidgenössischer und kantonaler Ebene, bis zum Erfolg von 1971.

Kapitel I gibt Aufschluss über das Sprengen von Fesseln durch eine kämpferische Frauenminderheit und über die grosse Blamage, demokratische Grundrechte der Hälfte des Volkes jahrzehntelang vorzuenthalten – mitverantwortet durch das passive Verhalten vieler Frauen.

Kapitel II zeigt die Vielfalt der Entwicklung in den Kantonen, die schon vor 1971 das Frauenstimm- und – wahlrecht in allen Belangen eines Kantons und seiner Gemeinden einführten.

Kapitel III schliesslich erinnert an die verzweifelten Versuche, über eine zeitgemässe Interpretation des Gleichheitsartikels der Bundesverfassung zum Frauenstimmrecht zu kommen.

Erfahrungen aus zehn grossen und kleineren Unternehmen in der Schweiz, März 2011

Mehr Frauen in Führungspositionen? Das ist nicht nur möglich, sondern auch im Interesse der Unternehmen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO hat eine Sammlung von «good practices“ für Wirtschaftskreise veröffentlicht. Die Initiative wird vom Schweizerischen Arbeitgeberverband und vom Schweizerischen Gewerbeverband unterstützt.

Visionäre Wohnprojekte für Frauen Individuell alt werden heißt nicht, dass man allein alt werden muss. Gemeinsam geht es auch. Wohn- und Hausgemeinschaften sowie generationsübergreifendes Wohnen werden immer beliebter und sind für viele Menschen in der zweiten und dritten Lebensphase eine Alternative zu betreutem Wohnen oder zum Pflegeheim. Frauen um die 60 sind heute – anders als noch ihre Mütter – berufstätig gewesen, kulturell und sozial engagiert und es gewohnt, in Netzwerken zu leben und sich für ihre Ziele und Träume einzusetzen. Sie wollen ihre Selbstständigkeit bis ins hohe Alter gesichert wissen und selbstbestimmt in einer Gemeinschaft leben. Annerose Sieck hat Pionierprojekte in Österreich und Deutschland besucht und malt ein vielschichtiges Bild von einer neuen Lebensqualität durch Zusammenleben.

Autorinnen und Autoren: Renate Bräuniger, Louise Dörig, Sylvia Granacher, Barbara Knopf, Hermann Kocher, Anette Konrad, Marie-Thérèse Lamari, Vreni Mock, Agathe Nisple, Rosmarie Nüesch-Gautschi, Franziska Rogger, Judith Schläpfer, Margrith Widmer, Peter Witschi.

„Was auf dem Lande passiert, weiss niemand so genau.“ Diese „Äusserung der bekannten Schweizer Theologin und Philosophin Ina Prätorius bezieht sich auf die jüngere Vergangenheit der Appenzellerinnen. Erst recht gilt sie für das 19. und das frühe 20. Jahrhundert. Bis heute hat vor allem die berühmt-berüchtigte Verspätung im Bereich der politischen Emanzipation das öffentliche Interesse an den Appenzellerinnen auf sich gezogen. Warum gerade sie als Letzte in Europa das volle Stimm- und Wahlrecht erhalten haben, beschäftigte die Gemüter und die Medien.

FrauenLebenAppenzell geht über diese Fragestellung hinaus: Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Fachrichtungen haben für FrauenLeben Appenzell Beiträge zur Geschichte der Frauen aus den beiden Appenzeller Halbkantonen verfasst und mit Illustrationen versehen. Das Buch enthält biografische Skizzen sowie ausführliche Lebensbilder zu einzelnen Frauen aus dem Appenzellerland. „Grosse“, „wichtige“ Frauen, aber auch sogenannt kleine Leute werden porträtiert.

Andere Beiträge gehen den Fragen nach: Wie waren Frauen in die Lebensbereiche Arbeit, Politik, Bildung, Familie, Vereinswesen, Kirche eingebunden (oder daraus ausgeschlossen), wie haben sie deren Entwicklungen beeinflusst? Wer FrauenLeben Appenzell liest, weiss nachher mehr darüber, was auf dem Appenzeller Lande passiert – und wieso das Frauenstimmrecht nur eines unter vielen interessanten Themen der Frauengeschichte ist.

Zehn Jahre haben Maxi und Hanna nichts mehr voneinander gehört. Dabei waren die beiden Rheinländerinnen bis zu Maxis Hochzeit beste Freundinnen. Damals hatte ein Tsunami in weiß für die anhaltende Funkstille gesorgt. Ausgerechnet beim Surfen im Internet treffen sie sich wieder. Ein paar E-Mails später stellen Maxi und Hanna fest, dass sie inzwischen wieder einiges gemeinsam haben: Einen ganzen Stall voller Blagen, Dauerstress im Alltag und keine Aussicht auf ein geregeltes Einkommen. Endlich sind sich die zwei wieder einig: Für ihr Mutterglück brauchen sie ganz schnell einen Job …

«Ich lebe in der gleichen Welt wie Sie, nur mit einem etwas anderen Lebensplan.»

Militärbeobachterin, Sterneköchin, Fussball-Nati-Spielerin, Gleichstellungsbeauftragte, Hebamme, Sexarbeiterin, Pfarrerin, Bergbäuerin, Produktionsmechanikerin, Klosterfrau … So vielfältig die Berufe, so unterschiedlich die Lebensläufe.
Der Band mit 26 Porträts von St. Gallerinnen entstand zum 100-Jahr-Jubiläum der Frauenzentrale St. Gallen und zeigt anschaulich, wie viel Frauen bewegen können, wenn sie ihren Weg gehen. Interviewt hat die Frauen Liana Ruckstuhl, ehemalige Gymnasiallehrerin, Theaterfrau und Politikerin, eindrücklich ins Bild gesetzt Fotografin Franziska Messner-Rast.

Porträtiert sind:
Suzane Ayyad, Edith Baumgartner, Theres Bleisch, Luzia Brand-Hollenstein, Veronika Breitler, Yvonne Brunner, Gabi Federer, Ramona Giarraputo, Vreni Giger, Soraia Gomes da Cruz, Schwester Hildegund (Berta) Keller, Pia Hollenstein, Claudia Hüttenmoser, Mathilda Keel, Kim, Helga Klee, Andrea Lang, Yvonne Menzi, Iris Moser, Monika Patelli, Sarah Peter Vogt, Claudia Stilz, Verena Stransky-Allenspach, Tezeta Tefera, Karin Uhr und Reni Wango.

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, machte nicht nur die Armee mobil, auch die grossen Frauenverbände mobilisierten. Sie riefen die Frauenorganisationen auf, sich lokal zusammenzuschliessen und sich aktiv an der Bewältigung der Kriegsfolgen zu beteiligen. In der Stadt Zürich gelang es, wichtige Akteurinnen zum Mitmachen zu motivieren. Aus dem kriegsbedingten Zusammenschluss entstand ein paar Monate später die Zürcher Frauenzentrale. Zunächst als Zusammenschluss bestehender Frauenorganisationen geschaffen, um Nothilfe zu leisten, konstituierte sich die Frauenzentrale 1916 als einen auf Dauer angelegten Verein. Dieser sollte ein Dach bilden für Frauenorganisationen und interessierte Einzelmitglieder «zur Förderung gemeinsamer Interessen». Bis in die 1940er Jahre rekrutierte die Frauenzentrale ihre Mitglieder vor allem in der Stadt Zürich. Danach entwickelte sie sich mehr und mehr zu einem kantonalen Dachverband. Wie es für die bürgerliche Frauenbewegung typisch war, engagierten sich die Frauen im sozialen Bereich: Sie organisierten Krisenhilfe, gründeten Institutionen und entwickelten neue Beratungsangebote. Ihre politischen Ziele reichten von der Einführung des obligatorischen Hauswirtschaftsunterrichts bis zum Kampf um das Frauenstimmrecht. Die Geschichte der Zürcher Frauenzentrale gibt Einblick in die Mikrostrukturen der bürgerlichen Frauenbewegung. Im Zentrum stehen Projekte, Themen und Positionen, mit denen sich die Frauenzentrale befasste, teils in Zusammenarbeit mit anderen Frauenorganisationen oder mit Behörden, teils in Abgrenzung von ihnen. Sie bleibt dabei immer auch als Akteurin im jeweiligen historischen Kontext, insbesondere in der Zürcher sowie der schweizerischen Frauenbewegung, verortet.

Gegen 200’000 Kinder in der Schweiz leben in einer Einelternfamilie. Allein erziehende Mütter und Väter stehen unter hohem Druck. Der neue Beobachter-Ratgeber zeigt ihnen mit zahlreichen Tipps und Infos, wo sie Hilfe erwarten können.

Der Sonneblick Walzenhausen wurde am 1. März 1933 vom jungen Pfarrer Paul Vogt für Arbeitslosenkurse gegründet. Während des 2. Weltkrieges und des Ungarnaufstandes 1956 fanden Flüchtlinge hier Zuflucht. Paul Vogt war von 1943 – 1947 Flüchtlingspfarrer des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes.

Nach dem Weltkrieg führte Flüchtlingsmutter Gertrud Kurz, im Rahmen des christlichen Friedensdienstes cfd, bis 1971 ihre Wochen für Kriegsgeschädigte durch. 1949 gründeten Walter Gerosa und Paul Vogt die Blaukreuz Besinnungswochen. Unter der Leitung von Hausmutter, Schwester Margrit Wanner, entstanden ab 1953 Ferienangebote für Menschen mit einer Behinderung, für erholungsbedürftige Frauen und Männer und solche für Familien.

Heute kommen Gastgruppen und Gäste aus sozialen, gemeinnützigen, kirchlichen und andere Bereichen zu uns, die hoch über dem Bodensee Ferien geniessen, oder Weiterbildungen, Tagungen, Jugendlagern etc. durchführen wollen. Für Menschen mit einer Behinderung sind wir ein beliebter Ort geblieben. Seit 1997 führen wir selber Ferienwochen für nicht verheiratete Mütter und Väter mit ihren Kindern durch.

Unser Pensionsvergünstigungsfonds ermöglicht das Gastrecht auch Menschen mit einem bescheidenen Einkommen. Für Spenden in diesen Fonds ist die Stiftung Sonneblick Walzenhausen besonders dankbar. Diese Spenden können in der Steuererklärung in Abzug gebracht werden.

geboren 26.6.1885 Herisau,gestorben 19.8.1983 Herisau, ref., von Herisau. Tochter des Johannes und der Anna geb. Hohl. Enkelin des Johann Jakob Hohl. Ledig. Aufgewachsen in Herisau. Hotelsekr. in schweiz. Kurorten. Ab 1914 karitativ tätig. 1916 Aufbau der Pro Juventute-Sektion in Appenzell Ausserrhoden, 1918 Gründung des Appenzell. Komitees für Schulkinderfürsorge. 1929 Gründerin und bis 1963 Präs. der Frauenzentrale Appenzell Ausserrhoden. Ab 1932 im Vorstand, 1935-44 Präs., 1944-47 Vizepräs. des Bundes Schweiz. Frauenvereine (BSF). N. setzte sich im 2. Weltkrieg für eine humane Flüchtlingspolitik ein und arbeitete beim zivilen Frauenhilfsdienst mit. Sie vertrat den BSF 1937-48 in der Komm. Friede und Schiedsgericht des Internat. Frauenbundes. 1945-55 Präs. des Schweiz. Bundes abstinenter Frauen.

Ob Nachbarschaftshilfe, Sterbebegleitung, administrative Tätigkeiten, bezahlte Laienhilfe, Eherenämter in Vereinen oder Parteien – für jede und jeden gibt es eine passende Gelegenheit, sich zu engagieren.

Der Beobachter-Ratgeber gibt anhand zahlreicher Beispiele einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten freiwilliger und ehrenamtlicher Tätigkeit in der Schweiz. Er geht dabei auf alle wichtigen Fragen ein:
Was versteht man eigentlich unter Freiwilligenarbeit? Wo wird überall Freiwilligenarbeit geleistet und wie finde ich die für mich passende Tätigkeit? Welche meiner Fähigkeiten kann ich dabei einsetzen, welche neu erwerben? Was für Aus- und Weiterbildungsangebote gibt es und wer bezahlt solche Schulungen? Wie kann ich Freiwilligenarbeit für meinen beruflichen Werdegang nutzen?

SAFFA Bürgschaftsgenossenschaft
der Schweizer Frauen (gegründet 1931)

Schweizerisches Institut
für Hauswirtschaft SIH
(gegründet 1948, aufgelöst 1991)

Stiftung für Stipendien (und Hilfen)
an Frauen (gegründet 1960)

Stiftung für staatsbürgerliche Erziehung
und Schulung (gegründet 1960)

Stiftung zur Erforschung
der Frauenarbeit (gegründet 1960)

Diese von der Frauenbewegung ins Leben gerufenen Werke haben ihren Ursprung in den beiden Schweizerischen Ausstellungen für Frauenarbeit von 1928 und 1958 (kurz „SAFFA“ oder „Saffa“ genannt ) und im 3. Schweizerischen Frauenkongress von 1946.

Sie entspringen alle der Weitsicht bestimmter Persönlichkeiten der schweizerischen Frauenbewegung. Meist durch eigene Erfahrungen sensibilisiert, haben diese Frauen es verstanden, die aus den Ausstellungen und dem Kongress resultierenden Überschüsse sinnvoll, nutzbringend und zukunftsträchtig anzulegen.
Die Initiantinnen haben aber keine Fürsorgestiftungen ins Leben gerufen, sondern bieten Hilfe zur Selbsthilfe und ermuntern zur Eigeninitiative. Die erwähnten Einrichtungen sind deshalb eigentliche Frauenförderungsprojekte.
Trotz der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen seit ihrer Gründung haben die Institutionen auch heute noch eine Existenzberechtigung:
Viele Probleme, die schon die Urheberinnen beschäftigten, sind nach wie vor aktuell. Stichworte dazu wären beispielsweise Teilzeitarbeit, Doppelbelastung der ausserhäuslich erwerbstätigen Frau, ungleiche Ausbildungschancen für Frauen, mangelnde staatsbürgerliche Bildung in breiten Kreisen der Bevölkerung oder Stärkung der Position von Frauen in der Wirtschaft und Politik.
Die einem Solidaritätsgedanken entspringenden Gelder kamen durch die Tätigkeit der hier vorgestellten Werke breiten Kreisen von in verschiedenster Weise bedürftigen Frauen zu – und sie wollen es auch in Zukunft tun.