Durch das stets ehrenamtliche Engagement der bald 90jährigen Frauenzentrale wurde viel erreicht. Um dem heutigen Ziel – eine Gesellschaft, in welcher Frauen und Männer dieselben Wege und Wahlmöglichkeiten, ihr Leben zu gestalten, offenstehen – immer näher zu kommen, bleibt die Frauenzentrale weiter dran.

Die anhaltenden Veränderungen in der Gesellschaft, gerade auch was die Stellung der Frau betraf, waren Zeichen dafür, dass das Wirken der Frauenorganisation und Frauenbewegung nachhaltig Spuren hinterlassen hatte. Als Marie-Theres Biasotto im Jahre 2008 das Präsidium der Frauenzentrale nach 16jähriger Amtszeit von Ulrike Naef übernahm, war die Gleichstellung weit fortgeschritten aber noch nicht am Ziel. So war fortan die Aufgabe der Frauenzentrale, das Erbe wofür Generationen von Frauen gekämpft hatten, zu erhalten und die Hindernisse bei der Realisierung der tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann Schritt für Schritt abzubauen. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, hat sich die Frauenzentrale zunehmend kantonal, regional und überregional mit Interessenverbänden vernetzt. Zudem wurde die Frauenzentrale neu mit einer Homepage und regelmässig erschienen Newslettern digitalisiert.

Geblieben ist über die Jahrzehnte das vielfältige Weiterbildungsangebot der Frauenzentrale. Das gesellschaftspolitische Engagement für die Chancengleichheit von Mann und Frau akzentuierte sich in den Bereichen Frau und Familie (partnerschaftliche Aufteilung von Haus- und Familienarbeit), Frau und Beruf (Vereinbarkeit von Familie und Beruf) sowie Frau und Politik.
Um der gleichberechtigten Teilhabe an der politischen Vertretung und an Kaderpositionen näher zu kommen, lancierte die Frauenzentrale ab 2010 den Weiterbildungskurs «Fit für öffentliche Arbeit und Politik». Politische Diskussionsabende mit fachlichen Inputs werden zu verschiedenen frauenpolitischen Gesellschaftsthemen organisiert. Am jährlichen Equal pay day wird mit verschiedenen Aktionen auf die noch immer nicht umgesetzte Lohngleichheit aufmerksam gemacht.

Im Jahre 2012 unterzeichnete die Frauenzentrale mit dem Kanton Appenzell Ausserrhoden eine Leistungsvereinbarung. Ein weiteres wichtiges Ziel war erreicht. Die inzwischen ziemlich professionelle Non-Profit-Organisation baute daraufhin eine Geschäftsstelle auf und Marie-Theres Biasotto gab 2014 ihr Amt an die Co-Präsidentinnen Ariane Brunner und Barbara Zeller weiter.

In dieser Zeit wurden Wanderausstellungen zum Thema Lohn(un)gleichheit sowie im Rahmen der kantonalen Vernetzung ZARtwerk die Ausstellung „Willkommen zu Hause – eine Ausstellung zur häuslichen Gewalt in Familie und Partnerschaft“ organisiert. Erste Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Forum Mann konnten realisiert werden.

Nach dreijähriger co-präsidialer Zeit übernimmt Ariane Brunner 2017 das Präsidium alleine.

de
Werden Sie Mitglied
Profitieren Sie von der Einzel-Mitgliedschaft CHF 40 pro Jahr und melden Sie sich noch heute an.
>Infos